Mentale Gesundheit in der Arbeitswelt stärken

Wie kann ich meine mentale Gesundheit in meiner Arbeitswelt schützen?

Erfahre, was hinter Mental Health steckt und wie du sie stärken kannst

Was hinter Mental Health steckt

Mental Health, ein Begriff, der heutzutage immer populärer wird, besonders auch im Arbeitskontext. Lange Zeit wurde die Thematik, dass wir auf unsere mentale bzw. psychische Gesundheit achten sollten, nicht ernst genommen und eher belächelt. Wenn wir unsere Großeltern fragen, wie sie ihre mentale Gesundheit damals erlebt haben, bekämen wir wahrscheinlich Antworten wie „körperlich war ich meistens gesund“ oder „natürlich war ich im Kopf gesund, ich bin doch nicht verrückt“.

Die Erkenntnis, dass unsere psychische Gesundheit für die meisten Probleme und Gefühle in unserem Leben verantwortlich ist, kam erst nach und nach. Wenn wir uns psychisch schlecht fühlen, ist dies kein Zeichen für Schwäche. Wir erfahren einen wichtigen Wandel, in dem die Thematik der psychischen Gesundheit immer ernster genommen wird. Aber was genau bedeutet Mental Health bzw. Mentale Gesundheit überhaupt? 

Der Begriff umfasst unser emotionales, psychologisches und soziales Wohlbefinden und ist eine wesentliche Voraussetzung für Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und soziale Teilhabe in der Gesellschaft.

Unsere mentale Gesundheit setzt sich aus biologischen, sozialen und psychosozialen Faktoren zusammen, die in Balance sein müssen, damit wir uns als Individuum gut fühlen. Genauer gesagt besteht sie aus einem Zusammenspiel von persönlichen Aspekten wie emotionalen Zuständen und Zufriedenheit als auch sozialen Einflüssen des Zusammenwirkens zwischen Menschen und Umwelt. Das bedeutet, damit wir mentale Gesundheit aufrechterhalten und Wohlempfinden verspüren können, müssen wir verschiedene Bereiche betrachten, unseren aktuellen Zustand auch mal hinterfragen und ggf. Veränderungen vornehmen.

Wodurch die mentale Gesundheit belastet wird

Was also passiert, wenn wir psychisch krank werden und uns beispielsweise unglücklich, gestresst oder überfordert fühlen? Zu Problemen mit unserer mentalen Gesundheit können viele verschiedene Faktoren führen, die auf unterschiedlichen Ebenen existieren.

Typische Auslöser von Mental Health Defiziten

  • Stress und Überforderung am Arbeitsplatz
  • Schlechte Vereinbarkeit von Job und Familie
  • Prägende Lebensereignisse (z.B. Mobbing)
  • Fehlende enge menschliche Verbindungen
  • Selbstwertprobleme
  • Fehlendes Erkennen von eigenen Talenten und Potenzialen

Wie hier nun also deutlich wird, kann eine Mental Health Problematik für jeden Menschen von unterschiedlichen Stressoren verursacht werden. Zusätzlich zu Stressoren wird die mentale Gesundheit auch durch die individuelle Vorbelastung des Menschen geprägt. Dazu zählen zum Beispiel die eigene Lebensgeschichte und biologische Faktoren.

In der Psychologie wird hier häufig von dem Vulnerabilität-Stress Modell gesprochen. Dieses Modell erklärt die Verletzlichkeit eines Menschen und wie psychische Krankheiten entstehen können. Die Vulnerabilität meint hier, dass jeder Mensch durch seine eigene Geschichte eine unterschiedliche Belastungs-Kapazität bzw. Anfälligkeit für mentale Krankheiten mitbringt. Stress wiederum meint zum Beispiel Ereignisse wie private-soziale Probleme oder traumatisierende Ereignisse. Eine zu hohe Kombination aus beiden Faktoren, unabhängig in welchem Verhältnis, kann dazu führen, dass die eigene Belastungsgrenze überschritten und eine psychische Krankheit ausgelöst wird. Eine Metapher ist hierbei, dass dann das Fass zum Überlaufen gebracht wurde. Glücklicherweise gibt es jedoch die Möglichkeit, durch Ressourcen diese Belastungsgrenze zu verschieben und somit seine mentale Gesundheit zu schützen.

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Typische mentale Herausforderungen im Arbeitskontext – Burnout, Boreout und Depression 

Mental Health ist besonders bei der Arbeit ein Thema, das immer mehr an Bedeutung gewinnt. So ist ein unzufrieden, gelangweilt oder gestresst sein durch die Arbeit einer der meisten Gründe für psychische Erkrankungen wie Burnout, Boreout oder Depressionen.

Unter Burnout verstehen wir einen Zustand der Motivationslosigkeit, Erschöpfung und Unzufriedenheit auf Grund von zu viel Stress. Boreout hingegen äußert sich durch dieselbe Symptomatik nur eher durch “zu wenig Stress”, sinnlose Aufgaben, Langeweile und Unterforderung bei der Arbeit. Nicht unbedingt auf den Arbeitskontext bezogen, aber dennoch häufig durch diesen ausgelöst äußert sich eine Depression durch eine stark ausgeprägte Lustlosigkeit, Trägheit, Freud Verlust, eine gedrückte Stimmung und gedämpftes Denken, Fühlen und Handeln.

Bei all diesen Erkrankungen ist meistens der Grund, dass wir vergessen oder verlernt haben, auf unser Selbst – unsere Bedürfnisse, Werte, großen Ziele und Träume – zu hören. So dreht sich der Kreislauf zwischen unserem Logiker, Kritiker und Macher immer weiter. Kein Wunder, dass wir irgendwann überfordert oder unglaublich traurig sind, wenn wir unsere tiefsten Bedürfnisse und Wünsche immer weiter ignorieren. Die Symptomatik eines Burnouts oder eines Boreouts ist daher meistens unsere innere Stimme, die uns sagt „Hey Stopp, mich gibt es auch noch und ich bin wichtig und so wie es gerade läuft, gefällt es mir überhaupt nicht.“.

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Tipps, wie du deine mentale Gesundheit schützen und stärken kannst

Es gibt heutzutage zum Glück einige weit verbreitete Techniken und Methoden, die dich dabei unterstützen können, deine mentale Gesundheit zu stärken und zu schützen. Somit können wir unsere Belastungsgrenze verschieben und werden robuster und stärker, wenn wir extremen Stress ausgesetzt sind.

 

 

1. Ressourcen erschaffen

Lerne deine Ressourcen kennen. Finde für dich heraus, was dir Kraft und Gelassenheit im Leben gibt. Stelle dir die Fragen, wann, mit wem, wo oder durch was du dich wohl fühlst und Kraft tanken kannst. Ist es vielleicht ein stiller Ort im Wald, an dem du dich zurückziehen kannst, dein Lieblingssong, oder das Gespräch mit einem bestimmten Menschen? Wenn du weißt, was dir Halt gibt und wie und durch was du dich selbst stärken kannst, kannst du besser mit Belastung oder Stress umgehen und deine mentale Gesundheit schützen.

2. Bewusst Pausieren und Ruhe zulassen

Im Alltag ist es häufig so, dass wir von einem Termin zum Nächsten rennen und uns keine Zeit für uns selbst nehmen. Unser Kopf sagt uns „Ich habe jetzt keine Zeit.“ oder „Ich muss das jetzt machen.” Dabei verlieren wir viel zu schnell uns selbst aus den Augen und geraten in einen Kreislauf, der meistens in Dauerstress ausartet. Um diesem Zustand zu entkommen, kann es schon helfen, nur 10 Minuten im Laufe des Tages eine bewusste Pause einzulegen und dabei wirklich nichts zu tun – einfach mal durchatmen und Ruhe zuzulassen.

3. Positive Aktivitäten

Ein wichtiger Punkt, der die Qualität unseres Lebens bestimmt, sind regelmäßig positive Aktivitäten in unseren Alltag einzubringen, um die Lust und Freude an unserem Alltag nicht zu verlieren. Wenn wir im Alltag gefangen sind, kommen schöne Erlebnisse häufig zu kurz. Es ist jedoch wichtig, dir bewusst schöne Dinge vorzunehmen und zu erleben, um stets Positivität in dein Leben zu bringen und auch an den schönen Erinnerungen zehren zu können, wenn es mal schwieriger im Leben ist. Dazu zählen soziale Kontakte mit Freunden oder der Familie. Halte wichtige Menschen in deinem Leben, durch die deine eigene Kraft wächst, nah an deiner Seite.

4. Emotionen zulassen und Probleme ansprechen

Häufig vergessen wir nicht nur auf unsere Bedürfnisse zu hören, sondern wir verdrängen auch unsere Wünsche und Emotionen. Wenn uns etwas nicht passt, sagen wir nichts und versuchen dem Konflikt aus dem Weg zu gehen. Wie viele kennen dieses Problem bei der Arbeit? Wir sind unglaublich genervt und unglücklich, aber sagen einfach nichts und schieben diese Emotionen immer wieder nach hinten, in der Hoffnung, dass sie weggehen. Dadurch entsteht allerdings auf Dauer ein noch viel größeres unangenehmes Gefühl, weil wir unser Selbst ignoriert haben, und irgendwann platzt es einfach aus uns heraus. Sei also transparent und kommuniziere mit deinen Mitmenschen über deine Bedürfnisse. Lasse deine Emotionen zu und lerne gesund mit ihnen umzugehen, denn meistens zeigen sie dir, was dein Selbst gerade fühlt und braucht. Unterdrückung und Vermeidung erscheint vielleicht kurzfristig als der einfachere und richtige Weg, wird aber langfristig ernsthafte, negative Konsequenzen haben. 

5. Bewegung und frische Luft

Es ist kein Geheimnis, dass Bewegung und frische Luft für unsere körperliche Gesundheit von großer Bedeutung sind. Auch unsere mentale Gesundheit kann dadurch sehr profitieren. Durch Aktivitäten wie zum Beispiel Sport oder Spaziergänge können wir unsere Anspannung regulieren, einen Ausgleich zu unserem Alltag schaffen und den Kopf frei bekommen. 

6. Stressmanagement und Achtsamkeit Übungen

Um im Alltag besser mit stressigen Situationen umgehen zu können, bei sich und seinen Bedürfnissen zu bleiben oder zu trainieren, Dinge im Leben bewusster zu genießen, gibt es ganz verschiedene Übungen. Viele haben sicherlich schon von Achtsamkeitstraining, Yoga, Atemübungen oder Meditation gehört. All solche Methoden helfen dabei, mehr Ruhe, Gelassenheit und Positivität in deinen Alltag zu integrieren. Sie lassen sich ideal mit dem Punkt „bewusst Pausen und Ruhe nehmen“ verbinden und unterstützen dabei, mal für einen Moment aus dem Alltagsstress auszubrechen.

Das bedeutet nicht, dass du dafür ein Profi sein und stundenlang meditieren musst. Es bedeutet nur, dass du dich bewusst für eine Übung, die dir persönlich guttut, entscheidest und diese als Gewohnheit in deinen Alltag integrierst. Sei es eine 5-minütige Meditation, die dir dabei hilft, Ruhe und Gelassenheit in dein Selbst zu bringen oder eine kleine Achtsamkeitsübung, die dich trainiert, das Positive auch in den kleinen Dingen und Situationen deines Lebens zu erkennen. Auch eine morgendliche kurze Yoga- oder Stretching-Routine kann manchmal schon ausreichen, um die eigene Selbstfürsorge zu stärken und den Bedürfnissen des Selbst mehr Raum zu geben.

7. Dich und deine Bedürfnisse kennen, einschätzen lernen und deinen Arbeitsrahmen kontrollieren

Einer der wichtigsten Punkte unserer Ansicht nach, um deine mentale Gesundheit in deiner Arbeitswelt zu stärken, ist es, dich mit dir und deinen inneren Bedürfnissen auseinanderzusetzen. Denn was bringen positive Aktivitäten, Ressourcen und Entspannungsübungen, wenn du dich selbst noch gar nicht wirklich kennst, einschätzen kannst und noch nicht weißt, was wirklich zu dir passt? Um deine mentale Gesundheit zu stärken, musst du deine persönlichen Grenzen, Werte und Bedürfnisse entdecken.

Hi ID hilft dir bei dieser Selbstreflexion. Wir begleiten dich bei diesem wichtigen Schritt. Du lernst dich und deine Bedürfnisse besser kennen. Dadurch weißt du endlich, was dir gefällt, was nicht und was dich stärkt und was schwächt. Diese Erkenntnisse lernst du anschließend auf deine Arbeitswelt zu übertragen, wodurch du einen der wichtigsten Auslöser für Probleme in deiner mentalen Gesundheit besser kontrollierst. Du lernst den Sinn deiner Arbeit zu finden, wodurch du Burnout oder Boreout vorbeugen kannst. Erst wenn du dich selbst besser kennst, kannst du effektiv die Methoden, positive Aktivitäten und Ressourcen auswählen, die zu dir passen. So steht einem zufriedenem, stressfreierem und Sinn erfülltem Arbeitsleben nichts mehr im Wege. Die Reise zu dir selbst ist dabei ein wichtiger Schutz für deine mentale Gesundheit.

 

 

Takeaways

1. Mental Health umfasst unser emotionales, psychologisches und soziales Wohlbefinden und ist eine Voraussetzung für unsere Lebensqualität.

2. Typische Belastungsfaktoren, die unsere mentale Gesundheit beeinflussen, sind Stress, unsere Arbeit, fehlende Selbstliebe, Probleme in Beziehungen und prägende Lebensereignisse.

3. Bei psychischen Erkrankungen wie Burnout, Boreout und Depressionen haben wir vergessen auf unser Selbst zu hören und unsere eigene Belastungsgrenzen überschritten (unser Logiker, Macher und Kritiker drehen sich im Kreis).

4. Wir können unsere mentale Gesundheit durch verschiedene Dinge wie Ressourcen, positive Aktivitäten und regelmäßige bewusste Pausen stärken.

5. Mit Hi ID lernst du dich und deine Bedürfnisse besser kennen, wodurch du deine mentale Gesundheit noch effektiver schützen und den Belastungsfaktor “Arbeit” besser kontrollieren kannst.

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