Mit dem Blick auf Trends wappnest du dich für die Zukunft deiner Arbeitswelt.

"Teste, lerne und passe an" für eine zukunftsfähige Jobauswahl.

Zukunftstrends können schneller zum Mainstream werden als gedacht – das sehen wir an der Pandemie und dem Wandel im Bereich Arbeit. Neue Trends heute schon zu durchdenken, hilft, die eigene Arbeitswelt entsprechend auszurichten. So kann auch überprüft werden, welche Jobs, die die eigenen beruflichen Themen voranbringen, wirklich zukunftsfähig sind. Dabei kann agiles Vorgehen unterstützen, um herauszufinden, ob ein Job überhaupt zu der eigenen Mission, zu den Fähigkeiten und den Wünschen passt oder nicht.

Zukunftsängste im Arbeitsleben mit Zukunftstrends entgegenwirken.

Die Zukunftsforschung ermöglicht es, dass wir selbst Utopien und Szenarien entwickeln. Zum Beispiel indem wir uns Trends anschauen und uns fragen, wie wir uns unsere Zukunft wünschen und wie wir handeln sollten, um dahin zukommen. Dazu können wir das Best- und Worst-Case-Szenario durchdenken, was schon mal einige Zukunftsängste nimmt. Beide Szenarien durchzuspielen, hilft allgemein bei der Entscheidungsfindung. Die Frage, was das Schlimmste ist, was passieren kann, offenbart häufig, dass es meistens nicht so schlimm ist wie gedacht.

Mit dem Blick auf die Zukunft der Arbeitswelt haben wir durch Covid-19 in vielen Bereichen einen Boost erhalten. Remote-Arbeiten ist in mehr Unternehmen möglich und das voraussichtlich auch nachdem wir wieder im Großraumbüro sitzen könnten, digitales Onboarding inklusive Beziehungen im Team aufbauen ist real geworden und der Datenzugriff via Cloud, um im Zug an der Präsi zu basteln, ist umgesetzt.

Das sind Trends, die z.B. Zukunftsinstitut -ein Unternehmen mit dem Fokus auf Zukunftsforschung- bereits lange auf dem Schirm hat. Remote Work und Co-Working: ich arbeite mal von zu Hause und habe die notwendige Infrastruktur zur Verfügung, das Unternehmensbüro oder der Co-Working Space ist zum Austauschen da und das Café oder das andere Land, um mit mehr Abwechslung und Selbstbestimmung produktiver zu sein. Work-Life-Blending: Verschwimmen von Privatem und Beruflichem, wie z.B. ich hänge die Wäsche zwischen zwei Videoanrufen auf und beantworte eine Slack-Nachricht spät abends auf dem Sofa während ich ein Buch lese.

Damit wir durch ein pandemie-ähnliches Ereignis nicht wieder überrumpelt werden und die durch die Industrialisierung geformten Arbeitsbedingungen weiterentwickeln, können wir bereits heute neue Trends durchdenken. Zum Beispiel die Sinnökonomie: Hierbei wird die Unternehmens-Wertschöpfung in sozialem Mehrwert, Nachhaltigkeit und zufriedenen Mitarbeitenden gemessen und nicht in Profitmaximierung und Wachstum. Hierbei stellen sich Fragen, wie z.B., wozu ein Unternehmen existiert, welchen Mehrwert es erzielen möchte oder wozu ich mich selbst beruflich einsetzen möchte. Oder der Trend von Coopetition: eine Mischung aus „Cooperation“ und „Competition“, was bedeutet, in Form einer Wir-Kultur zeitweise mit Mitbewerber:innen zusammenarbeiten, um Kräfte zu bündeln und Neues entstehen zu lassen. Oder Lifelong Learning in unterschiedlichen Arbeitsformen zu integrieren, was durch den technologischen Fortschritt notwendig geworden ist. Spannend wird es derartige Trends auf die eigene Arbeitssituation oder die eigene Organisation zu beziehen, um selbst Gestalter:in einer zukunftsfähigen Arbeitswelt zu werden. 

Zukunfts-Jobs mit den eigenen beruflichen Themen in Verbindung setzen.

Der Blick auf Zukunftstrends ist auch im Hinblick auf neue Jobzweige interessant. Dabei stellen der/ die Drohnenlots:in, Data-Analyst:in, Kryptowährungs-Trader:in oder Telemediziner:in Jobs dar, die zukunftsfähig sind.

Im Umkehrschluss erkennen wir, was durch Fortschritt und Trends abgelöst wird, und damit auch in unserem Berufsleben nicht länger zukunftsfähig ist. Laut dem Job-Futuromat vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit werden sich u.a. die folgenden Jobs stärker aufgrund von neuen Technologien verändern: Versicherungskauffrau/-mann zu ~75% automatisierbar, Kauffrau/-mann im Schuh-Einzelhandel zu ~86% automatisierbar, Werkzeugmacher:in zu ~100% automatisierbar. Dabei spielen der jeweilige Anteil von Routine-Tätigkeiten sowie die Ersatzmöglichkeit durch neue Technologien eine Rolle, um zu definieren, wie stark sich der Job verändern wird (via job-futuromat.iab.de kann das für unterschiedliche Jobs getestet werden).

Durch das real werden von Trends und technologischem Fortschritt entsteht nochmal eine andere Dimension an neuen Berufen. Beispielsweise der/ die Empathie-Interventionist:in, der/ die zwischen Mensch und Maschine vermittelt, wenn der Mensch menschlich reagiert und die Maschine keine Lösung zum richtigen reagieren abrufen kann. Oder der/ die Innereinrichter:in von virtuellen Räumen, so dass wir uns innerhalb dieser weltweit standardisierten Methode, dem virtuellen Austausch, wohler fühlen (weitere Beispiele sind in der Studie der Bertelsmann Stiftung mit Millennium Project1 zu finden). Sowie der/ die TV-Moderator:in, der/ die mit dem Publikum spielerisch über Lösungen für Zukunftsherausforderungen brainstormt oder Tipps zur Steuererklärung für alle Arbeitsformen im Rahmen freier Tele-Bildung vermittelt.

Übrigens: Die Zukunftsforschung noch stärker z.B. in Unternehmensstrategie und Politik zu verankern, kann sich lohnen. Stellen wir uns vor, das Szenario einer weltweiten Pandemie oder ein Ereignis mit ähnlichen Auswirkungen wäre von mehr Menschen „schon mal durchdacht worden“, dann wäre womöglich das ein oder andere Chaos in dieser Zeit glimpflicher abgelaufen.

Agiles Projektmanagement ist deshalb so interessant für Unternehmen, weil sie lernen mit der sich schnell verändernden Welt umzugehen und zukunftsfähig zu bleiben. Zum Beispiel das Framework Scrum vereinfacht dem Team in knackigen Sprints zwischen 1-4 Wochen unter konstanten Bedingungen immer wieder zu testen, zu lernen und anzupassen. Das hilft enorm, um trotz möglicher neuer Anforderungen oder einer Unternehmensumstrukturierung im Nacken, sich auf den Projektfortschritt zu konzentrieren. Auch bei dem eigenen Projekt -der Wahl eines zukunftsfähigen Jobs-, um die eigene Mission umzusetzen (s. dazu auch Beitrag „Jobs als Mittel zum beruflichen Zweck“), kann das agile Vorgehen helfen.

Mit „Testen, lernen, anpassen“ zum passenden Beruf, Position, Aufgaben, Team, Chef:in, Organisation, Arbeitsbedingungen.

Beim agilen Projektmanagement können Berufstätigte sich also etwas abgucken, um die eigene Arbeitswelt zukunftsfähig zu gestalten. Es können beispielsweise Annahmen getroffen werden, welche Jobs am besten zur eigenen Mission passen und in Zukunft noch gefragt sind. Die Annahmen werden in Sprints möglichst genau überprüft. Das Testen kann dabei beispielsweise durch Gesprächen mit Mitarbeitenden in den Jobs erfolgen oder der Nutzung von Plattformen wie Watchado, die via Videos Einblicke in unterschiedliche Jobs ermöglichen. Jobrotation, Intrapreneurship, Sidepreneurship, Praktika, Nebenjobs sind weitere, z.T. längerfristige Ansätze, um zu testen und zu lernen. Gerade das selbst Durchleben oder der Austausch mit Menschen, die Erlebtes gut widerspiegeln können, schafft einen enormen Wert.

Wichtig ist dabei, dass aus der Testphase Erfahrungen entstehen und die weitere Jobauswahl angepasst wird. Dabei werden Zukunftstrends ebenso berücksichtigt werden, um langfristig im Job wirksam sein zu können. Zweck dieses Vorgehens ist, dass du in unterschiedliche Jobzweige automatisch hereinschnupperst, festlegst, was nicht passt und wo du weiter testen möchtest. Durch das Treffen von Annahmen ist deine Entscheidung für einen Job nicht in Stein gemeißelt, sondern du näherst dich den Jobs, die passend zu deiner Mission sind. Kombinierst du diese missionsspezifische Jobauswahl mit Zukunftstrend richtest du deine Arbeitswelt zukunftsfähig aus.

Tauche ein in die Zukunftstrends, die für dich und deine Berufsleben relevant sind, und kreiere so deine zukunftsfähige Arbeitswelt. Unterstützt durch das Wissen kannst du durch agiles Vorgehen deine für dich passenden Jobs einfacher herausfinden.

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